Ich bin auf Focus-Online auf einen interessanten Artikel gestoßen, der gerade mich als Lehramtstudent persönlich betrifft. Hier mal ein paar
Zitate aus dem Artikel:
Das Verhalten von Schülern und Eltern macht Lehrer krank. Eine neue Studie zeigt erstmals, wie stark
Beleidigungen und Feindseligkeit Lehrkräfte belasten. Ein Freiburger Forscherteam um Joachim Bauer und Thomas Unterbrink hat in einer Universitätsstudie nun erstmals offengelegt, dass
psychische Angriffe von Schülern einen bedeutenden Einfluss auf das Wohlbefinden ihrer Lehrer haben. An Hauptschulen äußerten gar 53 Prozent aller Lehrer, dass sie pro Jahr mindestens
einmal schwer beleidigt oder mit aggressivem Verhalten konfrontiert würden. Aber auch aggressive und unzufriedene Eltern tragen ihren Teil zur gesundheitlichen Belastung von Lehrern bei. Rund
1000 Lehrkräfte aus Süddeutschland hatten sich an der Studie beteiligt. „Die Lehrer müssen die Signale der Kinder und Eltern erkennen, bevor es zu spät ist“, äußerte auch Studienleiter Bauer gegenüber
der Süddeutschen Zeitung. Er fordert ein verpflichtendes Orientierungspraktikum vor dem Studium und zusätzlich eine psychologische Ausbildung. Denn: „Es dauert oft lange, bis psychische Wunden
heilen“. Der ganze Artikel kann hier nachgelesen werden.
Schön und gut diese Studie, aber wirklich neue Dingen kommen dadurch auch nicht hervor. Das Verhalten von Schülern und Eltern beeinflusst natürlich den Lehrer, aber ich bin der Meinung dass
es das überall gibt , ungemochte Kollegen im Büro, Mobbing etc. Man sollte den Lehrerberuf da nicht so gesondert hervorstellen.
Mobing und Stress im Büro können genauso krank machen wie die Beleidigungen von Schülern.
Jeder sollte wissen warum er welchen Weg für seine Zukunft eingeschlagen hat. Ich kann sagen, dass die Lehrerausbildung eine gute Vorbereitung auf den Schulalltag darstellt, durch Theorie und
Praxis erhalten die Studierenden schon früh Einblick in den späteren Schulalltag und dann stellt sich schnell heraus wer geeignet ist und wer nicht.
Schlüpft man trotzdem, die Anzeichen der Uneignung ignorierend, durch das Netz der Uni hindurch und ergreift den "falschen" Beruf, dann sind für mich Stress und Burn-out-Syndrom vorprogrammiert.
Wenn man mit Kindern nicht "gut kann", wird man auf die Dauer auch auf der Strecke bleiben, aber ich würde einem mit zwei linken Daumen auch keine Tischlerlehre empfehlen...
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