Samstag, 12. juli 2008
von mumie99
veröffentlicht in:
Sonstiges
Charlotte Roches Roman Feuchtgebiete wird als Theaterstück realisiert, diese Information habe ich aus folgender Quelle, die ich hier
zitateweise zitiere:
Kaum sind die Schlagzeilen um Charlotte Roches Debütroman ein wenig verebbt, droht schon die nächste Sintflut:
«Feuchtgebiete» wird jetzt zum Theaterstück.
Hämorrhoiden, Körperflüssigkeiten, Fäkalien und Analsex sind die Themenschwerpunkte von Charlotte Roches Debütroman –
keine Dinge, die jeder gerne live und in Farbe sehen möchte. Regisseurin Christina Friedrich will den Stoff trotzdem auf die Bühne holen. Sie inszeniert die Geschichte um die promiske Helen Memel
am neuen Theater (NT) im ostdeutschen Halle.
Was genau bei der Welturaufführung im Herbst gezeigt wird, steht noch gar nicht fest. Aber eines ist sicher: «Wer auf
Sex aus ist, sollte nicht ins Theater gehen. Den hat man besser zu Hause», sagte die Regisseurin der «Bild»-Zeitung. An dem Buch hätten sie vielmehr «der extrem weibliche Blick» und «die schöne
Anarchie» begeistert.
Quelle: netzeitung.de
Die skandalöse Autorin rangiert immer noch mit ihrem umstrittenen Buch in den Bestsellercharts ganz oben, dennoch ist es rund um die
Feuchtgebiete relativ ruhig geworden. Das Buch wird noch gekauft aber das Gerede ist zum Erliegen gekommen, mittlerweile hat jeder verstanden auf was er sich einlässt wenn er den Roman
kauft.
Zur Gedächtnisstützung hier der Auszug von Amazon.de
Ich benutze mein Smegma wie andere ihre Parfümflakons. Mit dem Finger kurz
in die Muschi getunkt und etwas Schleim hinters Ohrläppchen getupft und verrieben. Wirkt schon beim Begrüßungsküsschen Wunder. Grimmepreisträgerin Charlotte Roche hat ihren ersten Roman
geschrieben, und der Plot von "Feuchtgebiete" ist schnell erzählt: Nach einer missglückten Arschrasur liegt die 18-jährige Helen mit einer Analfissur im Krankenhaus. Sie nutzt die Tage auf der
Station, um einen Plan zu schmieden, der ihre geschiedenen Eltern wieder zusammenbringen soll. Vor allem aber experimentiert sie mit allen Körperöffnungen, lebt ihre ganz eigenen Vorstellungen
von Sexualität und Hygiene und irritiert damit den Krankenpfleger Robin. Hämorrhoiden, Analverkehr, Toilettenexperimente, ausgefallenere Masturbationsvarianten: Atemlos und mit schmuckloser, sehr
direkter Sprache hetzt Roche von Tabu zu Tabu. Manchmal müssen Neologismen her, wenn dem Duden bei Roches Detailverliebtheit die Worte ausgehen. Für verkrustete Spermareste unterm Fingernagel
etwa führt sie das Wort Sexandenkenkaubonbon ein. Doch die Schockeffekte sind keine billige Provokation - eigentlich setzt Roche mit ihrer Heldin nur um, was bereits seit '68 in Sachen
Gleichberechtigung von Frauen gefordert wird. Und dann liest sich das Smegma hinterm Ohrläppchen als Plädoyer für ein positives Verhältnis zum eigenen Körper und zur Sexualität.
(cs)

Aus meinem Freundeskreis weiß ich, dass das Buch vorwiegend zum Verschenken gekauft wird, wieviele Leser also Frau Roche tatsächlich hat, steht in den Sternen.
Ich besitze das Buch nicht und hab vor es mir auch nicht zu kaufen. Das liegt aber nicht an
meiner Aversion vor dem Inhalt, sondern an meiner generellen Einstellung nur digitale Medien zu konsumieren, wobei Ebooks aber dennoch nicht mein Fall sind. Vielleicht liegt ja das Hörbuch in ein
paar Jahren irgendwo günstig rum, dann werde ich es wagen aber vorher nicht.
Die Tatsache, dass Feuchtgebiete als Theaterstück realisierend wird finde ich nicht wirklich schlimm, wer das Buch gern gelesen hat, geht auch bestimmt sicher ins Theater oder sieht sich
den Film an, sollte es zu einer Verfilmung kommen.
Irgendwelche moralischen Bedenken oder Angst dass es abgrundtief anstößig wird habe ich nicht, dafür hab ich schon zu viel kaputtes Zeugs auf Arte gesehen, da würde das
Feuchtgebietetheaterstück oder ein Film über besagtes Buch auch sehr gut reinpassen.
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